Oscar-100 / QO-100

Aufbau einer QO-100 Sende- und Empfangsstation – QRV

Das Thema Satellitenfunk im Amateurfunk hat mich nicht wirklich sehr stark interessiert. Das hat sich seit der Satellit QO-100 ins All geschossen wurde, stark geändert. Warum ist das Interesse zu Satellitenfunk gestiegen?

Einführung Satellitentechnik

Nun in der Regel ist es so das die meisten Amateurfunksatelliten in einer Erdumlaufbahn sich ständig bewegen. Hier gibt es eine sehr umfangreiche Liste : https://amsat-dl.org/satelliten-gestartet/
Viele Menschen kennen die ISS, die Internationale Raumstation. Dort sind immer wieder Astronauten und Kosmonauten die lizenzierte Amateurfunker sind. Wen diese Zeit haben, werden Funkverbindungen zur Erde aufgebaut über Transponder oder andere Wege. Das ganze hat aber einige Nachteil für Funkamateure.

Nachteile

  • Nachführung der Antenne notwendig
  • Exakte Position von Azimut und Elevationswinkel notwendig
  • Frequenznachführung wegen Dopplereffekt
  • Aufwendige Antennenkonstruktion
  • Sehr kleines Zeitfenster von ca. 7 – 10 Minuten hörbar
  • Antennenpolarisations Umschaltung
  • Aufwendiges Management von Zeit und Hörfähigkeit
  • Nicht 24 Stunden und nicht täglich erreichbar

Vorteile

All die oben aufgelisteten Funktionen sind bei einem Geostationären Satellit nicht nötig. Dh. der Satellit QO-100 ist immer hörbar (sofern Sichtverbindung vorhanden) und die Antenne muss nur einmal ausgerichtet werden. Die Antenne für Empfang und Sendung hat immer die gleiche Postition. Der Dopplereffekt fällt weg da sich der Satellit nicht bewegt ( Relativ zur Erdachse ) und der Einsatz von Antennen ist einfach, da ein einfacher Satellitenspiegel für TV-Empfang genutzt werden kann. Den Aufbau, die Installation und Ausrichtung ist wie bei der Einrichtung eines Satelliten-TV Receiver zu vergleichen. Der Aufbau ist rein analog ohne RTL-Sticks oder andere Einplatinenrechner ( Pluto/RSPDuo) , was den mobilen Betrieb mit einem analogen Funkgerät vereinfacht. Es wird kein PC benötigt.

Stückliste

Eine Liste der Hardware die eingesetzt wurde:

Kuhne Downconverter QO-100
Kuhne Downconverter QO-100

Aufbau

Der ganze Aufbau ist so gestaltet, dass das Gehäuse und die Antennenkabel abmontiert werden können, für einen portablen Betrieb auf einen Fieldday. Die Bestückung des Gehäuse ist absolut unspektakulär. Einfach 4 N-Buchsen einbauen und dann den Down- und Upconverter mit den Amphenolkabeln und den N-Buchsen verbinden. Zum Eingang des Upconverter wurden noch 2 Dämpfungsglieder mit 13 db eingebaut. Der Eingang zum UpConverter erlaubt nur max. 150 mW ( hab auch 200 mW gelesen ) und der IC-910H auf der niedrigsten Stufe 1 Watt Leistung auf 23cm liefert, muss die Eingangsleistung reduziert werden. Stromversorgung verdrahten, fertig ist die Station.

Die ganzen Bausteine sind über den Sicherungskasten mit 1 Ampere Sicherung abgesichert und mit 13 Volt versorgt. Es kann eine zusätzliche Endstufe für 28 Volt Spannungsversorgung eingebaut werden , da das Netzteil bis 36 Volt liefert. Dazu müsste ein Step-Down-Modul mit 12 Volt Ausgangsspannung eingebaut werden damit die anderen Module mit 12/13 Volt betrieben werden können. Dh. das Netzteil ist bereits für einen Ausbau vorbereitet. Der Kuhne Down-Converter kann mit mit 12 Volt und 18 Volt betrieben werden.
dh. bei 12 Volt arbeitet der Converter für den Empfang im Narrowband SSB Betrieb. Wird dieser mit 18 Volt betrieben , ist ein DATV Empfang möglich. Der Converter kann also beide Modes NB und DATV abhängig von der Eingangsspannung. Hierzu benötigt es die Duoband-Feed Antenne wie oben angegeben von DJ7GP, damit die Polarisation umgeschaltet werden kann für den Empfang.

Anbei ein kleines Video über eine Funkverbindung mit dem QO-100 als ich nur empfangen konnte.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Aufbau Übersicht

Wer den Einstieg in QO-100 probieren möchte, kann ich den Einstiegsartikel hier auf meinem Blog empfehlen.

https://blog.unixweb.de/qo-100-empfang-fuer-einsteiger-ohne-pc/

Bei Fragen wie immer die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular nutzen.
Viel Spaß beim nachbauen und vielleicht hört und spricht man sich über den QO-100.

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2 Kommentare

  1. Super Projekt!! Danke Joachim, was es heute alles für Möglichkeiten gibt ist schon faszinierend.
    Ich habe heuer erstmals wieder meine Handgurke 2m/70cm aktiviert und einige male bei unseren lokalen Relais CQ gerufen, leider immer ohne Antwort. Insgesamt wurde nur öfterts das Relais geschalten aber nie gesprochen.

    Liebe Grüße,
    Karl-Heinz
    OE7WKT

    1. Hallo Karl-Heinz

      vielen Dank für Dein Kommentar über den ich mich sehr gefreut habe.
      Ja es ist in der Tat sehr beeindruckend was alles möglich ist.
      Der Aufwand war auch nicht wirklich groß und war selbst überrascht.

      Beste Grüße , Joachim

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