Speedport W 724V – Telekom mit VDSL – besser nicht

Vor einigen Wochen musste ich einen VDSL-Anschluss bei der Telekom bestellen.

Da mein derzeitiger Provider Kabel Deutschland massive Probleme mit der Performance hat, musste ich wieder einen VDSL-Anschluss bestellen. Hierzu wurde mit der Speedport W 724V als Router angeboten.

Als der Anschluss von der Telekom gelegt wurde und der Speedport Router in Betrieb genommen wurde, welcher derzeit ohne Aufpreis zu haben ist, wurde klar dass dieser Router nicht sehr lange im Einsatz sein wird.

Da ich einen ALL-IP Anschluss habe, dh. keinen Splitter mehr an der Telefondose, kommen nur Router in Einsatz die VDSL unterstützen. Nun war mit diesem Router die Katastrophe schon vorprogrammiert. Nun okay ich bin kein Plugin and Play Anwender, sondern nutze einige Dienste an meinem DSL-Anschluss wie VPN, MP3-Streaming, Webcams, IPV6.

Nach dem Anschluss des Speedport W 724 V Router ging mein IPV6 Gateway zu Sixxs nicht mehr. IPV6 Dienste nach außen frei zu schalten war nicht möglich. Dann wollte ich meine SIPGATE Telefonnummern eintragen , da mich die Nummern von der Telekom nicht interessieren. Es war nicht möglich die vorhandenen Telefonnummern dort einzutragen. Da die Telefonnummern mit dem Buchstabe „xxxx.e“ eingetragen werden müssen, wurden diese von der Router Software nicht angenommen.

Das Teil ist eine einzige Katastrophe und ist wirklich nur für Leute die 0,0 Ansprüche an einen DSL-Anschluss erheben. Anstecken, einrichten und nutzen. Individuelle Konfigurationen sind nicht möglich. Ein richtiger Consumer Schrott eben.

Nun bin ich auf die Suche nach Alternativen ins Netz gegangen. Da ich schon eine Fritzbox 7390 habe und mit der wirklich sehr zufrieden bin und ich wusste das da auch SIPGATE funktioniert bin ich wieder bei AVM mit Fritzbox fündig geworden.

Es wurde nun eine Fritzbox 7360 mit VDSL. DECT, WLAN, VDSL passte alles. Okay eine Einschränkung hatte ich, diese Fritzbox hat kein 5 GHz WLAN. Okay damit kann ich leben. Eventuell verbinde ich doch noch die 7390 mit meinem neuen internen Netz mal sehen  🙂

Fritzbox eingerichtet, SIPGATE konfiguriert, meine DECT-Telefone eingebunden, IPV6 Gateway eingeschaltet, DynDNS aktiviert, WLAN eingerichtet, externe Geräte mit WLAN verbunden. Es läuft Hurra !

Nun kann ich meine IPv4 und IPv6 Dienste wieder so wie ich es möchte ins Netz freischalten.
Portforwarding und NAT braucht man eben für IPv4 doch noch, was wunderbar funktioniert.

Fazit: Wer ein paar mehr Ansprüche hat , Finger weg von Speedport W 724 V, kauf Dir gleich eine Fritzbox 7360. Die Firma AVM gibt zumal 5 Jahre Garantie auf ihre Geräte. Kürzlich hatte ich einen Ausfall meiner Fritzbox 7390. Das Gerät ist schon 4 Jahre alt und wurde ohne Probleme von der Firma AVM ausgetauscht ohne Mehrkosten. Ein großes Lob an diese tolle Firma an dieser Stelle von mir. Die AVM Fritzboxen kann man wirklich uneingeschränkt empfehlen.

Wer es dann doch wieder mehr Customized haben will, muss halt dann zu OpenWRT Routern greifen. Für meine hohen technischen Ansprüche wie ich sie habe, ist die Fritzbox wunderbar. Ich muss mir nicht permanent die Finger am Command Line Interface brechen, ein funktionierendes und funktionales grafisches Webinterface hat auch so seinen Reiz. Ich arbeite den ganzen Tag über schon am Linux Prompt 🙂 . Etwas Luxus darf es auch hier sein 🙂

Wäre schön, wenn Du einen neuen Router kaufst, diesen über meinen Link bestellen würdest. Ist für eine kleine Unterstützung dieses Blog’s. Vielen Dank.
Wenn Du Fragen zu dem Thema hast kontaktiere mich einfach unter :
http://unixweb.de/kontakt oder schreibe hier einen Kommentar, ich helfe gerne.

Liebe Grüße, Joachim

 

 

Ein Kommentar

  1. Ich habe mir auch einen Telekom 724V Typ B andrehen lassen. Der Router ist der letzte Schrott. TP-Link oder Fritzbox sind die besten alternativen für Poweruser. Allein das man beim 724V die Firewall nicht abschalten kann ich ein Witz.

    Zudem ist der 724V von Haus aus so eingestellt das nur ein Paar wenige E-Mail Anbieter verwendet werden können. Das habe ich schon dem Kartellamt gemeldet. Wäre für mich kein Problem, wenn auf der Packung ein Hinweis steht, welche Einschränkungen man durch dieses Gerät in kauf nimmt.

    Was ich auch eine Unverschämtheit finde, ist dass manche Einstellungen nur über die Telekom Homepage vorgenommen werden können, wozu man eine E-Mail und ein Passwort benötigt.

    Bei mir handelt es sich um einen Typ B Router, ob das für alle Typen das gleiche ist, kann ich leider nicht beantworten.

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